Scha­den­er­satz wegen unter­blie­be­ner Beför­de­rung

Ein Beam­ter kann von sei­nem Dienst­herrn Ersatz des ihm durch die Nicht­be­för­de­rung ent­stan­de­nen Scha­dens ver­lan­gen, wenn der Dienst­herr bei der Ver­ga­be eines Beför­de­rungs­am­tes den aus Art. 33 Abs. 2 GG fol­gen­den Anspruch des Beam­ten auf leis­tungs­ge­rech­te Ein­be­zie­hung in die Bewer­ber­aus­wahl schuld­haft ver­letzt hat, dem Beam­ten das Amt ohne die­sen Rechts­ver­stoß vor­aus­sicht­lich über­tra­gen wor­den wäre und er es nicht schuld­haft unter­las­sen hat, den Scha­den durch Gebrauch eines Rechts­mit­tels abzu­wen­den. Rechts­grund­la­ge die­ses Scha­dens­er­satz­an­spruchs ist das Beam­ten­ver­hält­nis [1].

Scha­den­er­satz wegen unter­blie­be­ner Beför­de­rung

Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver, Urteil vom 10. Mai 2010 – 13 A 2989/​09

  1. BVerwG, Urtei­le vom 25.08.1988 – 2 C 51.86, BVerw­GE 80, 123; vom 28.05.1998 – 2 C 29.97, BVerw­GE 107, 29; vom 01.04.2004 – 2 C 26.03, Buch­holz 237.8 § 10 RhPLBG Nr. 1 und vom 17.08.2005 – 2 C 36/​04; BayVGH vom 18.07.2005 – 3 ZB 04.1095; sie­he auch OVG LSA, Beschluss vom 30.06.2006 – 1 L 4/​06 – sowie VG Ans­bach, Urteil vom 07.03.2006 – AN 1 K 00811[]