Scha­dens­er­satz wegen unter­blie­be­ner Beför­de­rung

Ein Beam­ter kann von sei­nem Dienst­herrn Ersatz des ihm infol­ge einer unter­blie­be­nen Beför­de­rung ent­stan­de­nen Scha­dens ver­lan­gen, wenn der Dienst­herr bei der Ver­ga­be eines Beför­de­rungs­am­tes den aus Art. 33 Abs. 2 GG fol­gen­den Anspruch des Beam­ten auf leis­tungs­ge­rech­te Ein­be­zie­hung in die Bewer­ber­aus­wahl schuld­haft ver­letzt hat, dem Beam­ten das Amt ohne die­sen Rechts­ver­stoß vor­aus­sicht­lich über­tra­gen wor­den wäre und er es nicht schuld­haft unter­las­sen hat, den Scha­den durch Gebrauch eines Rechts­mit­tels abzu­wen­den.

Scha­dens­er­satz wegen unter­blie­be­ner Beför­de­rung

Rechts­grund­la­ge die­ses unab­hän­gig vom Scha­dens­er­satz­an­spruch aus Amts­haf­tung (§ 839 Abs. 1 Satz 1 BGB, Art. 34 Satz 1 GG) bestehen­den Anspruchs ist das Beam­ten­ver­hält­nis [1].

Schles­wig-Hol­stei­ni­sches Ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 19. Juni 2014 – 12 A 173/​12

  1. VG Arns­berg, Urteil vom 16.10.2013 – 2 K 3526/​12, mit weit Nachw.[]