Täu­schungs­ver­such im Staats­ex­amen

Die wort­wört­li­che oder gering­fü­gig umfor­mu­lier­te Über­nah­me kom­plet­ter Text­pas­sa­gen aus einer frü­he­ren Haus­ar­beit in eine im Rah­men der Zwei­ten Staats­prü­fung für das Lehr­amt an Gym­na­si­en zu fer­ti­gen­de Haus­ar­beit, ohne kennt­lich zu machen, dass es sich inso­fern um Zita­te und die Über­nah­me frem­der For­mu­lie­run­gen han­delt, stellt einen Täu­schungs­ver­such dar, der nach § 17 Abs. 1 Satz 1 PVO-Lehr II die Note "unge­nü­gend" recht­fer­tigt.

Täu­schungs­ver­such im Staats­ex­amen

Tem­po­ra mutan­tur: Frü­her nann­te man das "Abschrei­ben", und wenn man erwischt wur­de, gab's die 6 ohne wei­te­re Dis­kus­sio­nen. Heu­te müs­sen sich die Ver­wal­tungs­ge­rich­te in zwei Instan­zen damit beschäf­ti­gen.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 18. Mai 2009 – 2 ME 96/​09