Wenn der Zoll­hund in die Woh­nung macht

Für den Scha­den, den ein Zoll­hund im Haus sei­nes Hun­de­füh­rers ver­ur­sacht hat, kann der Zoll­be­am­te kei­nen Scha­dens­er­satz ver­lan­gen, da der Hund vor­über­ge­hend in der Woh­nung und nicht wie vor­ge­schrie­ben im Zwin­ger gehal­ten wor­den ist.

Wenn der Zoll­hund in die Woh­nung macht

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Scha­dens­er­satz­kla­ge eines Zoll­be­am­ten abge­wie­sen, der von sei­nem Dienst­herrn, der Bun­des­fi­nanz­di­rek­ti­on West, ca. 3.300,00 Euro ver­langt hat. Aus­nahms­wei­se hat die dem Beam­ten zuge­wie­se­ne Hün­din "Babs" sich nicht im Zwin­ger son­dern in der Woh­nung auf­ge­hal­ten. Dort mach­te die Hün­din ihr "Geschäft" auf einem hoch­wer­ti­gen Tep­pich. Den dadurch ent­stan­de­nen Scha­den am Tep­pich und Die­len­bo­den hat der Hun­de­füh­rer ein­ge­klagt.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf ergab sich aus dem recht­li­chen Gesichts­punkt der Für­sor­ge­pflicht des Dienst­herrn kei­ne Scha­dens­er­satz­pflicht gegen­über dem Klä­ger, weil die­sem vor­zu­wer­fen war, den Zoll­hund ent­ge­gen den maß­geb­li­chen Bestim­mun­gen vor­über­ge­hend in sei­ner Woh­nung und nicht im Zwin­ger gehal­ten zu haben.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 2. April 2014 – 10 K 4033/​13