Wie­der­auf­nah­me eines gericht­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens wegen fal­scher Zeu­gen­aus­sa­ge

Ein Urteil beruht nur dann auf einem fal­schen Beweis­mit­tel im Sin­ne des § 129 Abs. 1 Nr. 3 WDO, wenn sich das Gericht für sei­ne Ent­schei­dung über die Tat, Schuld- oder Zumes­sungs­fra­ge mit die­sem Beweis­mit­tel aus­ein­an­der­ge­setzt und es ver­wer­tet hat.

Wie­der­auf­nah­me eines gericht­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens wegen fal­scher Zeu­gen­aus­sa­ge

Die Wie­der­auf­nah­me des durch rechts­kräf­ti­ges Urteil abge­schlos­se­nen gericht­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens ist (u.a.) zuläs­sig, wenn das Urteil auf dem Inhalt einer unech­ten oder ver­fälsch­ten Urkun­de oder auf einem vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig falsch abge­ge­be­nen Zeug­nis oder Gut­ach­ten beruht,§ 129 Abs. 1 Nr. 3 WDO.

Danach ist Vor­aus­set­zung für die Zuläs­sig­keit eines Antrags auf Wie­der­auf­nah­me eines durch rechts­kräf­ti­ges Urteil abge­schlos­se­nen gericht­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens, dass das Urteil auf dem Inhalt einer unech­ten oder ver­fälsch­ten Urkun­de oder einem vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig falsch abge­ge­be­nen Zeug­nis oder Gut­ach­ten beruht. Ein Urteil beruht nur dann auf dem fal­schen Beweis­mit­tel, wenn das Gericht sich für sei­ne Ent­schei­dung über die Tat, Schuld- oder Zumes­sungs­fra­ge mit die­sem Beweis­mit­tel aus­ein­an­der­ge­setzt und es ver­wer­tet hat 1.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 29. Okto­ber 2013 – 2 WDB 6.12

  1. vgl. Dau, WDO, 6. Aufl.2013, § 129 Rn 13[]