Bebau­ungs­plan zur Beschrän­kung von Tier­hal­tungs­an­la­gen

Ein Bebau­ungs­plan kann auch dann recht­mä­ßig sein, wenn sein ein­zi­ger Zweck in der Beschrän­kung von Tier­hal­tungs­an­la­gen besteht.

Bebau­ungs­plan zur Beschrän­kung von Tier­hal­tungs­an­la­gen

So hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt jetzt den Nor­men­kon­troll­an­trag eines Land­wirts gegen einen Bebau­ungs­plan der Stadt Mep­pen im Wesent­li­chen abge­lehnt, mit wel­chem im Bereich der Orts­tei­le Ver­sen, Ful­len und Rüh­le groß­räu­mig die Zuläs­sig­keit von Tier­hal­tungs­an­la­gen beschränkt wird.

Die pla­ne­ri­sche Bewäl­ti­gung der mit Inten­siv­tier­hal­tung ver­bun­de­nen Pro­ble­me ist der­zeit Gegen­stand brei­ter Erör­te­run­gen in der juris­ti­schen Fach­welt. Vor die­sem Hin­ter­grund bekräf­tigt das Urteil in Anknüp­fung an eine frü­he­re Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts 1, dass Gemein­den in einem Bereich, der durch eine Mas­sie­rung von Tier­hal­tungs­an­la­gen geprägt ist, auch unter Vor­sor­ge­ge­sichts­punk­ten grund­sätz­lich Son­der­ge­bie­te für Tier­hal­tung aus­wei­sen und soge­nann­te Emis­si­ons­ra­di­en fest­le­gen dür­fen. Dies stellt hohe Anfor­de­run­gen an die Pla­nung im Detail, ins­be­son­de­re an die erfor­der­li­che Abwä­gung zwi­schen den Belan­gen der Tier­hal­tungs­be­trie­be und dem­je­ni­gen des Schut­zes der Wohn­be­völ­ke­rung vor Tier­ge­rü­chen. Bis auf eine klei­ne­re Rand­kor­rek­tur hat der Senat im vor­lie­gen­den Fall kei­ne durch­grei­fen­den Män­gel des Bebau­ungs­plans zu erken­nen ver­mocht.

Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 13. Sep­tem­ber 2011 – 1 KN 56/​08

  1. BVerwG, Urteil vom 28.02.2002 – 4 CN 5.01[]