Befan­gen wegen frü­he­rer gleich­ge­la­ger­ter Ver­fah­ren?

Ein (Ver­fas­sungs-)Rich­ter, der in einem Par­al­lel­ver­fah­ren über recht­lich gleich gela­ger­te Streit­fra­gen ent­schie­den hat, ist nicht (hier: nach § 18 Abs. 1 BVerfGG) von Geset­zes wegen aus­ge­schlos­sen.

Befan­gen wegen frü­he­rer gleich­ge­la­ger­ter Ver­fah­ren?

Auch ver­mag eine Betei­li­gung an einem vor­an­ge­gan­ge­nen ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren, das ähn­li­che Rechts­fra­gen auf­ge­wor­fen hat, als sol­che nicht die Besorg­nis der Befan­gen­heit gemäß § 19 BVerfGG zu begrün­den 1.

Der­ar­ti­ge Ableh­nungs­ge­su­che, bei denen das Ableh­nungs­ge­such ledig­lich mit der Mit­wir­kung der abge­lehn­ten Rich­ter an einem früh­re­ren (Parallel-)Verfahren begrün­det wird, sind offen­sicht­lich unzu­läs­sig.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 28. Okto­ber 2019 – 1 BvR 2208/​19

  1. BVerfGE 131, 239, 253; BVerfGK 8, 59, 60[]