Befan­gen­heit – wegen Mit­wir­kung an einer frü­he­ren Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Die Mit­wir­kung an einer Ent­schei­dung in einem vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren des­sel­ben Beschwer­de­füh­rers kann jedoch für sich die Besorg­nis der Befan­gen­heit im Sin­ne des § 19 BVerfGG offen­sicht­lich nicht begrün­den [1].

Befan­gen­heit – wegen Mit­wir­kung an einer frü­he­ren Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Dies gilt auch dann, wenn der Ver­weis – wie vor­lie­gend – allein durch die unsub­stan­ti­ier­te Behaup­tung ergänzt wird, aus den Akten des vor­her­ge­hen­den Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­rens wür­de sich – aus nicht nach­voll­zieh­bar dar­ge­leg­ten Grün­den – erge­ben, dass die bean­stan­de­te Ent­schei­dung der Abge­lehn­ten in der Sache falsch gewe­sen sei; die Behaup­tung der inhalt­li­chen Unrich­tig­keit einer rich­ter­li­chen Ent­schei­dung allei­ne erlaubt den Schluss auf eine Besorg­nis der Befan­gen­heit nicht.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 18. Janu­ar 2018 – 2 BvR 2691/​17

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 22.04.2009 – 1 BvR 887/​09[]