Belei­di­gun­gen in der Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die Miss­brauchs­ge­bühr zu Las­ten des Bevoll­mäch­tig­ten

Ein Miss­brauch im Sin­ne des § 34 Abs. 2 BVerfGG liegt unter ande­rem dann vor, wenn die Ver­fas­sungs­be­schwer­de in ihrer äuße­ren Form belei­di­gen­den oder ver­let­zen­den Cha­rak­ter auf­weist und jeg­li­che Sach­lich­keit ver­mis­sen lässt 1.

Belei­di­gun­gen in der Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die Miss­brauchs­ge­bühr zu Las­ten des Bevoll­mäch­tig­ten

Dies sah das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im vor­lie­gend ent­schie­de­nen Fall als gege­ben an: Der Bevoll­mäch­tig­te, Rechts­an­walt B…, äußert sich in her­ab­set­zen­der Wei­se über die sowohl im Aus­gangs­ver­fah­ren tätig gewe­se­nen Rich­ter, als auch die Rich­ter und Bediens­te­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts.

Das mach­te dann eine Miss­brauchs­ge­bühr in Höhe von 500 €. Fest­ge­setzt gegen den Bevoll­mäch­tig­ten.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 2. Janu­ar 2017 – 1 BvR 2324/​16

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.02.2015 – 1 BvR 3349/​14, 1 BvR 3351/​14, 1 BvR 3352/​14, 1 BvR 175/​15, juris; Beschluss vom 23.06.1998 – 2 BvR 1916/​97[]