Beru­fungs­zu­las­sung im Ver­wal­tungs­pro­zess

Die Rüge unzu­rei­chen­der Sach­auf­klä­rung im Ver­ständ­nis des § 86 VwGO im Beru­fungs­zu­las­sungs­ver­fah­ren kann gene­rell nicht dazu die­nen, Beweis­an­trä­ge zu erset­zen, die ein rechts­kun­dig ver­tre­te­ner Betei­lig­ter in ers­ter Instanz zu stel­len unter­las­sen hat.

Beru­fungs­zu­las­sung im Ver­wal­tungs­pro­zess

Ist ein Urteil auf meh­re­re selb­stän­dig tra­gen­de Grün­de gestützt, so muss der Zulas­sungs­an­trag­stel­ler sich mit jedem die­ser Grün­de aus­ein­an­der­set­zen, wenn durch­grei­fen­de ernst­li­che Zwei­fel an der Rich­tig­keit der ange­grif­fe­nen Ent­schei­dung gel­tend gemacht wer­den sol­len. Inso­weit muss hin­sicht­lich jedes tra­gen­den Begrün­dungs­teils ein Zulas­sungs­grund gege­ben sein.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lands, Beschluss vom 27. April 2009 – 2 A 286/​09