Biber­däm­me

Wald­be­sit­zers sind zur Besei­ti­gung oder Redu­zie­rung von Biber­däm­men nicht befugt.

Biber­däm­me

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat jetzt in einem Beru­fungs­ver­fah­ren ent­schie­den, dass die von einem Wald­be­sit­zer zur Abwen­dung von Ver­näs­sungs­schä­den beab­sich­tig­te Höhen­re­du­zie­rung bzw. Besei­ti­gung von Biber­däm­men mit den im maß­ge­ben­den Zeit­raum gel­ten­den natur­schutz­recht­li­chen Vor­schrif­ten unver­ein­bar war, und das kla­ge­statt­ge­ben­de Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Pots­dam vom 25. Mai 2007 geän­dert. Nach­dem zwi­schen­zeit­lich die Vor­schrif­ten des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes geän­dert wor­den waren, hat­te der Klä­ger nur noch gel­tend gemacht, dass er nach der frü­he­ren Rechts­la­ge hier­zu berech­tigt gewe­sen sei, zumin­dest aber einen Anspruch auf Ertei­lung einer Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung oder Befrei­ung von den dama­li­gen Vor­schrif­ten gehabt habe. Die gericht­li­che Fest­stel­lung benö­ti­ge er für eine bereits im Jah­re 2009 erho­be­ne zivil­recht­li­che Kla­ge gegen das Land Bran­den­burg auf „Ent­schä­di­gung“ für – durch die Biber­däm­me ver­ur­sach­te – Über­schwem­mungs­schä­den auf einem Teil sei­ner dor­ti­gen Wald­grund­stü­cke.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg sah die Ein­grif­fe in die Biber­däm­me jedoch als „Stö­rung“ der Biber in ihrer nahe­ge­le­ge­nen Biber­burg im Sin­ne des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes an. Sie stell­ten eine nach der Natur­schutz­ge­biets­ver­ord­nung ver­bo­te­ne Ver­än­de­rung von Gewäs­sern dar (ein dor­ti­ger klei­ner See war auf ein Viel­fa­ches sei­ner vor­he­ri­gen Flä­che ange­wach­sen, ein zwei­ter Damm hat­te Was­ser­flä­chen neu geschaf­fen). Auch ein Anspruch auf die Ertei­lung einer behörd­li­chen Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung oder Befrei­ung habe nicht bestan­den.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 31. März 2011 – 11 B 19.10