Coro­na-Test­pflicht an Bran­den­bur­ger Schulen

Vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg blieb ein Eil­an­trag gegen die Test­pflicht an Bran­den­bur­ger Schu­len ohne Erfolg, das Ober­ver­wal­tug­ns­ge­richt den Antrag eines Bran­den­bur­ger Schü­lers abge­lehnt, § 17a der 7. SARS-CoV-2-Ein­dV vor­läu­fig außer Voll­zug zu setzen.

Coro­na-Test­pflicht an Bran­den­bur­ger Schulen

Die Vor­schrift regelt im Wesent­li­chen, dass ab dem 19. April 2021 der Zutritt zu Schu­len und damit auch die Teil­nah­me am Prä­senz­un­ter­richt nur nach Vor­la­ge eines nega­ti­ven SARS-CoV-2-Tests gestat­tet ist, soweit die Schu­len über eine hin­rei­chen­de Anzahl an Test­mög­lich­kei­ten verfügen. 

Das OVG Ber­lin-Bran­den­burg hat die Auf­fas­sung des Antrag­stel­lers, dass die­se Rege­lung im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz kei­ne hin­rei­chen­de Grund­la­ge fin­de, nicht geteilt. Es drän­ge sich auch nicht auf, dass die für die Teil­nah­me am Prä­senz­un­ter­richt vor­aus­ge­setz­te Bei­brin­gung eines nega­ti­ven Tests unver­hält­nis­mä­ßig wäre und der Ver­ord­nungs­ge­ber den ihm zuste­hen­den Spiel­raum über­schrit­ten hät­te. Im Hin­blick auf den gegen­wär­ti­gen Stand des Pan­de­mie­ge­sche­hens in Deutsch­land („drit­te Wel­le“) und die Belas­tung der sta­tio­nä­ren, ins­be­son­de­re inten­siv­me­di­zi­ni­schen Behand­lungs­ka­pa­zi­tä­ten spre­che alles dafür, dass der Schutz von Leben und Gesund­heit einer Viel­zahl von Men­schen die­sen Ein­griff in die all­ge­mei­ne Hand­lungs­frei­heit recht­fer­ti­ge. Die Ungleich­be­hand­lung zwi­schen getes­te­ten und nicht getes­te­ten Schü­lern sei durch einen sach­li­chen Grund gerecht­fer­tigt, weil die Ver­bin­dung des Prä­senz­un­ter­richts mit der Vor­la­ge eines aktu­el­len nega­ti­ven Test­ergeb­nis­ses zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie beitrage. 

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ‑Bran­den­burg, Beschluss vom 12. April 2021 – OVG 11 S 48.21

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