Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ist genervt…

Nor­ma­ler­wei­se las­sen sich Rich­ter ja nicht anmer­ken, wenn eine Par­tei sie nervt. Aber manch­mal – nach 4 nicht hin­rei­chend begrün­de­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de – wer­den selbst die Ver­fas­sungs­rich­ter deut­lich:

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ist genervt…

Die Beschwer­de­füh­re­rin wird für künf­ti­ge Ver­fah­ren dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ihr oder ihren Bevoll­mäch­tig­ten bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen des § 34 Abs. 2 Alter­na­ti­ve 1 BVerfGG eine Miss­brauchs­ge­bühr auf­er­legt wer­den kann. Ein Miss­brauch in die­sem Sin­ne kann auch vor­lie­gen, wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt durch für jeder­mann erkenn­bar sub­stanz­lo­se Ver­fas­sungs­be­schwer­den an der Erfül­lung sei­ner Auf­ga­ben gehin­dert wird, wodurch ande­ren Recht­su­chen­den der ihnen zukom­men­de Grund­rechts­schutz nur ver­zö­gert gewährt wer­den kann 1.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 20. Juni 2016 – 1 BvR 1223/​161 BvR 1224/​161 BvR 1225/​16 und 1 BvR 1226/​16

  1. vgl. BVerfGK 3, 219, 222; 6, 219, 219 f.; 10, 94, 97; 14, 468, 470; stRspr[]