Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – und die ent­fern­ten Wahl­pla­ka­te II

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat einen Antrag der Par­tei "Der III. Weg" auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung mit dem Inhalt, die Stadt Chem­nitz zu ver­pflich­ten, von die­ser ent­fern­te Pla­ka­te der Antrag­stel­le­rin mit der Auf­schrift "Mul­ti­ku­li tötet" unver­züg­lich wie­der anzu­brin­gen, aus for­mal pro­zes­sua­len Grün­den abge­lehnt.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – und die ent­fern­ten Wahl­pla­ka­te II

Der Antrag nach § 32 BVerfGG hat kei­nen Erfolg, weil er nicht den Anfor­de­run­gen ent­spricht, die nach § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG an die Begrün­dung eines Eil­rechts­schutz­be­geh­rens zu stel­len sind 1.

Das Antrags­vor­brin­gen muss es dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ermög­li­chen, das Vor­lie­gen der sich aus § 32 Abs. 1 BVerfGG erge­ben­den Vor­aus­set­zun­gen für den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung zu beur­tei­len 2.

Die­sen Anfor­de­run­gen genügt der Vor­trag der Antrag­stel­le­rin in mehr­fa­cher Hin­sicht nicht.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 24. Mai 2019 – 1 BvQ 46/​19

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 31.08.2004 – 1 BvQ 36/​04 5; Beschluss vom 14.10.2010 – 2 BvR 1744/​10 1[]
  2. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 25.10.2006 – 1 BvQ 30/​06, juris; und vom 17.11.2006 – 1 BvQ 33/​06, juris; Beschlüs­se vom 21.10.2008 – 2 BvQ 33/​08, juris; und vom 28.11.2008 – 2 BvQ 36/​08[]