Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und die Missbrauchsgebühr

Ein Miss­brauch im Sin­ne von § 34 Abs. 2 BVerfGG liegt vor, wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt durch für jeder­mann erkenn­bar sub­stanz­lo­se Ver­fas­sungs­be­schwer­den an der Erfül­lung sei­ner Auf­ga­ben gehin­dert wird, wodurch ande­ren Recht­su­chen­den der ihnen zukom­men­de Grund­rechts­schutz nur ver­zö­gert gewährt wer­den kann [1].

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und die Missbrauchsgebühr

Um eine miss­bräuch­li­che Ein­le­gung einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de han­delt es sich unter ande­rem dann, wenn

  • sie offen­sicht­lich unzu­läs­sig oder unbe­grün­det ist und
  • ihre Ein­le­gung von jedem Ein­sich­ti­gen als völ­lig aus­sichts­los ange­se­hen wer­den muss [2].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 9. Dezem­ber 2020 – 1 BvR 2360/​20

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 25.05.2010 – 1 BvR 690/​10, 1 BvR 901/​10, Rn. 5; Beschluss vom 20.07.2016 – 1 BvR 1979/​14, Rn. 4; Beschluss vom 29.03.2017 – 1 BvR 373/​17, Rn. 5[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 09.06.2004 – 1 BvR 915/​04, Rn. 3; Beschluss vom 20.07.2016 – 1 BvR 1979/​14, Rn. 4[]

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