Das Kol­li­si­ons­ri­si­ko für Fle­der­mäu­se durch Wind­ener­gie­an­la­gen

Kann nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass trotz einer gerin­gen Grö­ße oder Leis­tung einer Wind­farm auf­grund beson­de­rer ört­li­cher Gege­ben­hei­ten gemäß den in der Anla­ge 2 Nr. 2 zum UVPG auf­ge­führ­ten Schutz­kri­te­ri­en erheb­li­che nach­tei­li­ge Umwelt­aus­wir­kun­gen zu erwar­ten sind, ist für die Errich­tung und den Betrieb einer Wind­farm mit gerin­ger Grö­ße oder Leis­tung eine Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung nicht durch­zu­füh­ren.

Das Kol­li­si­ons­ri­si­ko für Fle­der­mäu­se durch Wind­ener­gie­an­la­gen

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt in den hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit denen die Bür­ger­initia­ti­ve "Wind­kraft­frei­er Bocks­rück", die Natur­schutz­ver­bän­de NABU Rhein­land-Pfalz und Pol­li­chia sowie die Orts­ge­mein­de Gon­bach gegen die vom Land­kreis Don­ners­berg­kreis einem Wind­ener­gie­be­trei­ber erteil­te immis­si­ons­schutz­recht­li­che Geneh­mi­gung von drei Wind­ener­gie­an­la­gen gewehrt haben. Im Okto­ber 2013 erteil­te der Land­kreis Don­ners­berg­kreis einem Wind­ener­gie­un­ter­neh­men die Geneh­mi­gung zur Errich­tung und zum Betrieb von drei WEA mit einer maxi­ma­len Gesamt­hö­he von 185,90 m auf meh­re­ren Grund­stü­cken in den Gemar­kun­gen Börr­stadt und Sip­pers­feld. Die Grund­stü­cke befin­den sich auf dem Höhen­zug „Bocks­rück" zwi­schen den bei­den Orten und lie­gen im Wald. In unmit­tel­ba­rer Nähe führt die Bun­des­au­to­bahn A 63 vor­bei. Die Geneh­mi­gung ent­hielt zahl­rei­che Neben­be­stim­mun­gen, u.a. zum Natur­schutz und zur Scho­nung des Wal­des. So dür­fen Bau­ar­bei­ten zum Schutz der Wild­kat­ze nur in der Zeit vom 01. August bis 28. Febru­ar eines Jah­res erfol­gen. Hin­sicht­lich der Betrof­fen­heit von Fle­der­mäu­sen ist durch ein zwei­jäh­ri­ges Moni­to­ring an einer der WEA unter Berück­sich­ti­gung von Tem­pe­ra­tur, Wind­ge­schwin­dig­keit und Luft­feuch­tig­keit die gesam­te Akti­vi­täts­pe­ri­ode der Fle­der­mäu­se zu erfas­sen. Im ers­ten Jahr des Moni­to­rings sind die WEA vor­sorg­lich von April bis Okto­ber bei Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von 10 °C sowie einer rela­ti­ven Luft­feuch­tig­keit von 4 L 17/14.NW u.a.