Das nicht begrün­de­te Ableh­nungs­ge­such

Ein Ableh­nungs­ge­such, das kei­ne Begrün­dung oder ledig­lich Aus­füh­run­gen ent­hält, die zur Begrün­dung der Besorg­nis der Befan­gen­heit gänz­lich unge­eig­net sind, ist offen­sicht­lich unzu­läs­sig.

Das nicht begrün­de­te Ableh­nungs­ge­such

Bei offen­sicht­li­cher Unzu­läs­sig­keit bedarf es kei­ner dienst­li­chen Stel­lung­nah­me des abge­lehn­ten Rich­ters; die­ser ist auch von der Ent­schei­dung über das offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Ableh­nungs­ge­such nicht aus­ge­schlos­sen [1].

So liegt der Fall hier. Das Vor­brin­gen des Beschwer­de­füh­rers ent­hält ledig­lich Aus­füh­run­gen, die zur Begrün­dung einer Besorg­nis der Befan­gen­heit gänz­lich unge­eig­net sind. Es ist unter kei­nem Blick­win­kel ersicht­lich, war­um die Mit­wir­kung des Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in einem ande­ren Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren als ver­meint­li­cher "Rich­ter in eige­ner Sache" begrün­de­te Zwei­fel an des­sen Unpar­tei­lich­keit in dem hie­si­gen Ver­fah­ren her­vor­ru­fen soll­te.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 18. Febru­ar 2020 – 2 BvR 2082/​19

  1. BVerfGE 11, 1, 3; 133, 377, 405 Rn. 69; 142, 1, 4 f. Rn. 12[]