Das Spon­so­ring des Was­ser­ver­sor­gungs-Zweck­ver­ban­des

Ein Zweck­ver­band ist auf die Auf­ga­ben beschränkt, für die er gegrün­det wur­de (hier: die öffent­li­che Was­ser­ver­sor­gung). Image­pfle­ge und Kun­den­wer­bung sind für die Wahr­neh­mung die­ser Auf­ga­be ohne Bedeu­tung, so dass der Zweck­ver­band sei­ne Ein­nah­men nicht für Spen­den- oder Spon­so­ring­tä­tig­keit ver­wen­den darf.

Das Spon­so­ring des Was­ser­ver­sor­gungs-Zweck­ver­ban­des

So hat das Säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt im Fall des Regio­na­len Zweck­ver­ban­des kom­mu­na­le Was­ser­ver­sor­gung Riesa/​Großenhain als 100%iger Gesell­schaf­ter der Was­ser­ver­sor­gung Riesa/​Großenhain GmbH ent­schie­den und damit eine gleich­lau­ten­de Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Dres­den [1] bestä­tigt. Der Zweck­ver­band wand­te sich gegen eine Anwei­sung der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen, mit der ihm auf­ge­ge­ben wur­de, sicher­zu­stel­len, dass die GmbH ihre Spen­den- und Spon­so­ren­tä­tig­keit ein­stel­le. Sei­ne hier­ge­gen gerich­te­te Kla­ge blieb erfolg­los, so dass Antrag auf Zulas­sung der Beru­fung beim Säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt gestellt wor­den ist.

Nach Auf­fas­sung des Säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts sei der Klä­ger als Zweck­ver­band auf die Auf­ga­ben beschränkt, für die er gegrün­det wur­de. Dies sei hier die öffent­li­che Was­ser­ver­sor­gung. Image­pfle­ge und Kun­den­wer­bung sei­en für die Wahr­neh­mung die­ser Auf­ga­be ohne Bedeu­tung. Die Bür­ger sei­en über den Anschluss- und Benut­zungs­zwang ver­pflich­tet, sei­ne Leis­tun­gen der Was­ser­ver­sor­gung in Anspruch zu neh­men. Des­halb bedür­fe es für die Auf­ga­ben­wahr­neh­mung kei­ner Aus­ga­ben für Spen­den oder Spon­so­ring. Das hier­mit ver­folg­te Ziel der Wer­bung und Image­pfle­ge kön­ne hier zudem wegen des Anschluss- und Benut­zungs­zwan­ges kei­ne den Auf­wand recht­fer­ti­gen­de Wir­kun­gen erzeu­gen. Unbe­nom­men blei­be ihm die zuläs­si­ge Öffent­lich­keits­ar­beit zur Infor­ma­ti­on der Bür­ger über den Benut­zungs­zwang, die Anschluss­be­din­gun­gen und die Kos­ten der Was­ser­ver­sor­gung.

Säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 13. Dezem­ber 2012 – 4 A 437/​11

  1. VG Dres­den, vom 03.05.2011 – 7 K 1244/​10[]