Daten­si­cher­heit ind der Anwalts­kanz­lei – und die Wie­der­ein­set­zung

Von einem Bevoll­mäch­tig­ten sind gebräuch­li­che orga­ni­sa­to­risch-tech­ni­sche Vor­keh­run­gen zu erwar­ten, die beim Ein­satz elek­tro­ni­scher Daten­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me ins­be­son­de­re eine regel­mä­ßi­ge und funk­tio­nie­ren­de Daten­si­che­rung gewähr­leis­ten.

Daten­si­cher­heit ind der Anwalts­kanz­lei – und die Wie­der­ein­set­zung

Das gilt umso mehr, wenn sich eine Frist ihrem Ende nähert und der Bevoll­mäch­tig­te des­halb Mög­lich­kei­ten einer Frist­ver­säu­mung in Betracht zu zie­hen hat, die zu einem frü­he­ren Zeit­punkt weni­ger nahe­lie­gen oder doch leich­ter ver­meid­bar sind [1].

Ent­spre­chen­de Vor­keh­run­gen vor­aus­ge­setzt kann ein auf­grund tech­ni­scher Pro­ble­me auf­tre­ten­der Daten­ver­lust allen­falls einen kur­zen Zeit­raum seit der letz­ten Daten­si­che­rung betref­fen. Mit dem Vor­trag, die Datei sei offen­bar schon zuvor nicht mehr kor­rekt zwi­schen­ge­spei­chert wor­den, räu­men die Antrag­stel­ler inso­weit defi­zi­tä­re Vor­keh­run­gen ihres Bevoll­mäch­tig­ten ein.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 12. Janu­ar 2015 – 4 BN 18.2014 -

  1. vgl. z.B. Bier, in: Schoch/​Schneider/​Bier, VwGO, Stand März 2014, § 60 Rn. 40[]