Der Bei­stand vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Nach § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG kann auf Antrag ein Bei­stand zuge­las­sen wer­den. Die­ser ist nach § 22 Abs. 2 BVerfGG zu bevoll­mäch­ti­gen [1].

Der Bei­stand vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Die Zulas­sung als Bei­stand, die in das pflicht­ge­mä­ße Ermes­sen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts gestellt ist, kommt dabei nur in Betracht, wenn sie objek­tiv sach­dien­lich und sub­jek­tiv not­wen­dig ist [2]. Dies kann ins­be­son­de­re der Fall sein, wenn es dem Beschwer­de­füh­rer unzu­mut­bar wäre, sich durch einen Bevoll­mäch­tig­ten nach § 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG ver­tre­ten zu las­sen [3].

Das Vor­lie­gen die­ser Vor­aus­set­zun­gen ist vom Beschwer­de­füh­rer sub­stan­ti­iert dar­zu­le­gen [4].

Nach die­ser Maß­ga­be kommt die Zulas­sung als Bei­stand nicht in Betracht, wenn es schon an der Vor­la­ge einer Voll­macht im Sin­ne des § 22 Abs. 2 BVerfGG fehlt.

Im Übri­gen muss von den Beschwer­de­füh­rern dar­ge­tan wer­den, dass es ihnen unzu­mut­bar wäre, sich durch eine der in § 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG genann­ten Per­so­nen – also durch einen Rechts­an­walt oder einen Rechts­leh­rer an einer staat­li­chen oder staat­lich aner­kann­ten Hoch­schu­le – ver­tre­ten zu las­sen.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 9. Juni 2020 – 2 BvC 37/​19

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 13.07.2016 – 2 BvC 66/​14, Rn. 2[]
  2. vgl. BVerfGE 8, 92, 94; 68, 360, 361[]
  3. vgl. BVerfG, Beschluss vom 16.04.2018 – 2 BvR 492/​18, Rn. 1[]
  4. vgl. BVerfGK 13, 171, 180 f.[]