Der frü­he­re FDGB – als Trä­ger der Sozi­al­ver­si­che­rung in der DDR

Die FDGB-Ver­wal­tung der Sozi­al­ver­si­che­rung war als eine Behör­de im Sin­ne des § 1 Abs. 1 Nr. 3 Ber­Re­haG i.V.m. § 1 Abs. 1 Satz 1 VwRe­haG anzu­se­hen, die hoheit­li­che Maß­nah­men aus­üben konn­te.

Der frü­he­re FDGB – als Trä­ger der Sozi­al­ver­si­che­rung in der DDR

Der Freie Deut­sche Gewerk­schafts­bund (FDGB) ist als Trä­ger der Sozi­al­ver­si­che­rung in der DDR als "deut­sche behörd­li­che Stel­le" im Sin­ne des § 1 Abs. 1 Satz 1 VwRe­haG anzu­se­hen und konn­te dem­ge­mäß hoheit­li­che Maß­nah­men zur Rege­lung von Ein­zel­fäl­len tref­fen.

Aller­dings ent­spricht es gefes­tig­ter Recht­spre­chung, dass behörd­li­che Stel­len der DDR nicht zwangs­läu­fig hoheit­lich gehan­delt haben 1.

Ob Maß­nah­men pri­vat­recht­lich oder hoheit­lich zu qua­li­fi­zie­ren sind, ist eine Fra­ge des Ein­zel­falls.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 16. Janu­ar 2017 – 3 PKH 5.16

  1. vgl. BVerwG, Beschluss vom 17.10.2011 – 3 B 24.11ZOV 2011, 266; Urteil vom 30.06.1998 – 3 C 39.97, Buch­holz 115 Sons­ti­ges Wie­der­ver­ei­ni­gungs­recht Nr. 13[]