Der gesetz­lich nicht vor­ge­se­hen Rechts­be­helf – und die Frist zur Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist unzu­läs­sig, wenn der Beschwer­de­füh­rer die Frist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG zur Erhe­bung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht ein­ge­hal­ten hat.

Der gesetz­lich nicht vor­ge­se­hen Rechts­be­helf – und die Frist zur Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Ein von dem Beschwer­de­füh­rer ein­ge­leg­te "Antrag auf Zulas­sung der Beru­fung" ist nicht geeig­net, die Frist zur Ein­le­gung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de offen zu hal­ten, wenn er als gesetz­lich nicht vor­ge­se­he­ner und damit von vorn­her­ein aus­sichts­lo­ser Rechts­be­helf nicht zum Rechts­weg gehört 1.

Der Antrag auf Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand war abzu­leh­nen, weil der Beschwer­de­füh­rer weder aus­rei­chend dar­ge­legt noch glaub­haft gemacht hat, dass er ohne Ver­schul­den dar­an gehin­dert war, die Ver­fas­sungs­be­schwer­de inner­halb der Monats­frist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG ein­zu­rei­chen (§ 93 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG). Der von ihm in der Sache vor­ge­tra­ge­ne Rechts­irr­tum recht­fer­tigt nur in Aus­nah­me­fäl­len die Annah­me feh­len­den Ver­schul­dens 2. Eine sol­che Aus­nah­me hat er nicht vor­ge­tra­gen.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 16. Janu­ar 2019 – 2 BvR 1081/​18

  1. vgl. BVerfGE 5, 17, 19; 48, 341, 344; BVerfGK 7, 115, 116; 11, 203, 205 ff.; 20, 300, 302 ff.[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 25.03.2013 – 1 BvR 539/​13, Rn. 5[]