Der katho­li­sche Jun­ge auf die katho­li­sche Grund­schu­le!

Auch wenn jedes Kind einen Anspruch auf Auf­nah­me in die nächst­ge­le­ge­ne Grund­schu­le hat, gilt das für Bekennt­nis­schu­len nur ein­ge­schränkt: Daher hat eine katho­li­sche Grund­schu­le vor­ran­gig vor bekennt­nis­frem­den Schü­lern einen katho­li­schen Schü­ler auf­zu­neh­men.

Der katho­li­sche Jun­ge auf die katho­li­sche Grund­schu­le!

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Jun­gen, der von der katho­li­schen Fran­zis­kus­schu­le in Eus­kir­chen abge­wie­sen wor­den war. Sei­ne Eltern haben gegen die Wei­ge­rung der Schu­le, ihren Sohn auf­zu­neh­men, geklagt.

In sei­nem Eil­be­schluss hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen aus­ge­führt, dass nach dem Schul­ge­setz jedes Kind einen Anspruch auf Auf­nah­me in die nächst­ge­le­ge­ne Grund­schu­le der gewähl­ten Schul­art in sei­ner Gemein­de im Rah­men der vom Schul­trä­ger fest­ge­leg­ten Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät habe. Für Bekennt­nis­schu­len gel­te die­ser Anspruch aber wegen des spe­zi­fi­schen Erzie­hungs­auf­trags die­ser Schu­len nur ein­ge­schränkt. Bekennt­nis­schu­len wür­den für Kin­der des jewei­li­gen Bekennt­nis­ses ein­ge­rich­tet.

Bekennt­nis­frem­den Schü­lern ste­he grund­sätz­lich nicht der Weg zur Auf­nah­me in eine katho­li­sche Bekennt­nis­schu­le offen, wenn eine Gemein­schafts­grund­schu­le in zumut­ba­rer Ent­fer­nung lie­ge. Hier sei­en unter den 29 auf­ge­nom­me­nen bekennt­nis­frem­den Schü­lern meh­re­re, die eine Gemein­schafts­schu­le in zumut­ba­rer Ent­fer­nung errei­chen könn­ten.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Beschluss vom 11. August 2015 – 9 L 661/​15