Der unge­lieb­te Rad­weg

So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln jetzt die Kla­ge eines Rad­fah­rers abge­wie­sen, der sich gegen die Rad­we­ge­be­nut­zungs­pflicht auf einer ca. 1 km lan­gen Stre­cke ent­lang der L 327 zwi­schen Ker­pen-Buir und Merze­nich-Golz­heim gewandt hat­te. Der Klä­ger ist der Mei­nung, dass kei­ne beson­de­re Gefah­ren­si­tua­ti­on vor­lie­ge, die es recht­fer­ti­ge, ihm zu ver­bie­ten, auf der Fahr­bahn zu fah­ren.

Der unge­lieb­te Rad­weg

Dem ist das Ver­wal­tungs­ge­richt nicht gefolgt: Der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de kom­me bei der­ar­ti­gen Anord­nun­gen ein Ein­schät­zungs­spiel­raum zu. Die­sen habe die Stadt Ker­pen in recht­mä­ßi­ger Wei­se genutzt. Dass auf der L 327 eine zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit von 100 km/​h gebo­ten sei, füh­re zu gro­ßen Geschwin­dig­keits­dif­fe­ren­zen zwi­schen dem moto­ri­sier­ten Ver­kehr und dem Fahr­rad­ver­kehr. Dar­aus erge­be sich beson­ders nachts auf dem unbe­leuch­te­ten Stre­cken­ab­schnitt eine erheb­li­che Gefah­ren­la­ge.

Ver­wal­tungs­ge­richt Köln, Urteil vom 8. Mai 2015 – 18 K 189/​14