Der Zugang zum Bahn­hof – oder doch lie­ber ein Laden­ge­schäft?

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat die Kla­ge eines Toch­ter­un­ter­neh­mens der Deut­schen Bahn AG abge­wie­sen, das zwei Zugän­ge zum Gebäu­de des Bahn­hofs Ber­lin-Alex­an­der­platz – Zugän­ge von der Gon­tard­stra­ße und von der Dirck­sen­stra­ße – für den Fuß­gän­ger­ver­kehr schlie­ßen und die dadurch gewon­ne­nen Flä­chen gewerb­lich nut­zen möch­te.

Der Zugang zum Bahn­hof – oder doch lie­ber ein Laden­ge­schäft?

Die Klä­ge­rin hat für die­ses Vor­ha­ben beim zustän­di­gen Eisen­bahn-Bun­des­amt ohne Erfolg die Plan­fest­stel­lung bean­tragt. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat den ableh­nen­den Bescheid des Eisen­bahn-Bun­des­am­tes bestä­tigt:

Die Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de habe die durch das Vor­ha­ben berühr­ten öffent­li­chen und pri­va­ten Inter­es­sen feh­ler­frei abge­wo­gen. Sie habe zu Recht berück­sich­tigt, dass der stark fre­quen­tier­te Bahn­hof vor­ran­gig den Zwe­cken des Bahn­ver­kehrs die­ne und die beab­sich­tig­te Schlie­ßung der bei­den Zugangs­tü­ren zu einer ver­schlech­ter­ten Abwick­lung der Fuß­gän­ger­strö­me füh­re. Dem öffent­li­chen Inter­es­se an einer Bei­be­hal­tung der bis­he­ri­gen Zugangs­si­tua­ti­on kom­me danach ein höhe­res Gewicht als den wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen der Klä­ge­rin zu, die streit­be­fan­ge­nen Flä­chen in Gewer­be­ein­hei­ten umzu­wan­deln.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ‑Bran­den­burg, Urteil vom 23. April 2015 – OVG 12 A 3.11