Die Aner­ken­nung als staat­li­che Fach­hoch­schu­le

Füh­ren frü­he­re Rechts­ver­stö­ße von Beschäf­tig­ten einer pri­va­ten Bil­dungs­ein­rich­tung, die als staat­li­che Hoch­schu­le die Aner­ken­nung begehrt, zu der Annah­me, dass die Bil­dungs­ein­rich­tung unter Betei­li­gung die­ser ver­ant­wort­li­chen Beschäf­tig­ten nicht ord­nungs­ge­mäß geführt wer­den wür­de, so fehlt es für die Aner­ken­nung an der erfor­der­li­chen Zuver­läs­sig­keit der Beschäf­tig­ten.

Die Aner­ken­nung als staat­li­che Fach­hoch­schu­le

So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Kla­ge der Hoch­schu­le für Unter­neh­mens­ma­nage­ment GmbH (i. Gr.) gegen das Land Nord­rhein-West­fa­len, des­sen Minis­te­ri­um für Inno­va­ti­on, Wis­sen­schaft und For­schung den Antrag des kla­gen­den Unter­neh­mens auf Aner­ken­nung einer von ihr getra­ge­nen pri­va­ten Bil­dungs­ein­rich­tung in Mon­heim als staat­li­che Fach­hoch­schu­le abge­lehnt hat­te. Nach Ansicht des Minis­te­ri­ums bestehe kei­ne Gewähr für einen zukünf­ti­gen recht­mä­ßi­gen Betrieb der Bil­dungs­ein­rich­tung als Fach­hoch­schu­le, da den maß­geb­lich für die­sen Betrieb ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen gra­vie­ren­de Rechts­ver­stö­ße aus der Zeit einer frü­he­ren Tätig­keit als Fach­hoch­schul­pro­fes­so­ren vor­zu­wer­fen sei­en.

Nun hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf in sei­ner Urteils­be­grün­dung aus­ge­führt, dass es das Hoch­schul­recht gebie­te, in die Prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen für die Aner­ken­nung einer pri­va­ten Bil­dungs­ein­rich­tung als staat­li­che Fach­hoch­schu­le auch die Fra­ge nach der Zuver­läs­sig­keit von Beschäf­tig­ten der zur Aner­ken­nung gestell­ten Bil­dungs­ein­rich­tung bzw. ihres Trä­gers ein­zu­be­zie­hen. Die Zuver­läs­sig­keit der danach maß­geb­lich ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen sei hier zu ver­nei­nen. Ihnen sei anzu­las­ten, wäh­rend ihrer frü­he­ren Lehr­tä­tig­keit als Pro­fes­so­ren im Fach­hoch­schul­be­reich nicht nur wie­der­holt und gröb­lich gegen die Vor­schrif­ten über die Auf­nah­me des Stu­di­ums an die­ser Hoch­schu­le und die dort gel­ten­den prü­fungs­recht­li­chen Bestim­mun­gen ver­sto­ßen, son­dern auch sonst in gra­vie­ren­dem Umfang rechts­er­heb­lich zum Nach­teil der Hoch­schu­le und der dort Stu­die­ren­den gehan­delt zu haben. Die Rechts­ver­stö­ße stün­den der Pro­gno­se ent­ge­gen, dass die pri­va­te Bil­dungs­ein­rich­tung in Mon­heim unter Betei­li­gung der ver­ant­wort­li­chen Pro­fes­so­ren ord­nungs­ge­mäß geführt wer­den wür­de.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 29. Juni 2012 – 15 K 4374/​10