Die Aus­kunfts­pflicht der Finanz­ver­wal­tung

Die Senats­ver­wal­tung für Finan­zen in Ber­lin muss einem Pres­se­ver­lag Aus­kunft geben, soweit es um orga­ni­sa­to­ri­sche Vor­keh­run­gen der Finanz­ver­wal­tung zur Sicher­stel­lung der Rück­for­de­rung der den Ban­ken gewähr­ten Steu­er­ermä­ßi­gun­gen nach § 17 Ber­lin­för­de­rungs­ge­setz im Fal­le vor­zei­ti­ger ban­ken­sei­ti­ger Kün­di­gung des Dar­le­hens geht.

Die Aus­kunfts­pflicht der Finanz­ver­wal­tung

So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, in dem ein Pres­se­ver­lag in Zusam­men­hang mit den Fol­gen der Ein­stel­lung der soge­nann­ten Anschluss­för­de­rung im öffent­lich geför­der­ten Woh­nungs­bau in Ber­lin u.a. Aus­kunft über die Gewäh­rung und Rück­for­de­rung von Kör­per­schaft­steu­er­gut­schrif­ten an die den Woh­nungs­bau finan­zie­ren­den Ban­ken, über die Inan­spruch­nah­me des Lan­des aus Aus­fall­bürg­schaf­ten sowie über Abspra­chen zwi­schen Finanz­ver­wal­tung und Ban­ken begehrt hat.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin hat die Senats­ver­wal­tung jeden­falls teil­wei­se Aus­kunft zu ertei­len: Soweit es um orga­ni­sa­to­ri­sche Vor­keh­run­gen der Finanz­ver­wal­tung zur Sicher­stel­lung der Rück­for­de­rung der den Ban­ken gewähr­ten Steu­er­ermä­ßi­gun­gen nach § 17 Ber­lin­för­de­rungs­ge­setz im Fal­le vor­zei­ti­ger ban­ken­sei­ti­ger Kün­di­gung des Dar­le­hens geht, ist Aus­kunft zu geben.

Soweit der Pres­se­ver­lag dar­über hin­aus Aus­kunft zum Umfang der im Rah­men der Anschluss­för­de­rung gewähr­ten Kör­per­schaft­steu­er­gut­schrif­ten sowie zu etwai­gen Abspra­chen zwi­schen dem Land Ber­lin und den Ban­ken über die Inan­spruch­nah­me aus Aus­fall­bürg­schaf­ten im Gegen­zug zu der Nicht­rück­for­de­rung von Steu­er­ermä­ßi­gun­gen begehr­te, hat das Gericht die Kla­ge abge­wie­sen. Soweit die­se Infor­ma­tio­nen der Finanz­ver­wal­tung über­haupt vor­lä­gen, ste­he der Bekannt­ga­be jeden­falls das Steu­er­ge­heim­nis ent­ge­gen.

Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, Urteil vom 23. August 2013 – 27 K 159.13