Die Bet­ten­steu­er bei Jugend­her­ber­gen

Die Erhe­bung der Bet­ten­steu­er ist auch als Pau­schal­ab­ga­be in drei Stu­fen zuläs­sig. Über­nach­tun­gen in Jugend­her­ber­gen müs­sen nicht von der Besteue­rung aus­ge­nom­men wer­den.

Die Bet­ten­steu­er bei Jugend­her­ber­gen

Mit die­ser Begrün­dung hat das Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt die Flens­bur­ger Bet­ten­steu­er für recht­mä­ßig erklärt. Seit Janu­ar 2013 wird in Flens­burg eine Beher­ber­gungs­ab­ga­be auf ent­gelt­li­che Über­nach­tun­gen in einem Beher­ber­gungs­be­trieb (sog. Bet­ten­steu­er) erho­ben. Einen Eil­an­trag eines Jugend­her­bergs­be­trei­bers gegen die Bet­ten­steu­er hat­te das Gericht bereits im August 2013 abge­lehnt. Nun hat­te das Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt über einen Nor­men­kon­troll­an­trag des Jugend­her­bergs­be­trei­bers zu ent­schei­den, die ent­spre­chen­de Sat­zung der Stadt Flens­burg für unwirk­sam zu erklä­ren.

Die Flens­bur­ger Bet­ten­steu­er wird als indi­rek­te, auf die Gäs­te abwälz­ba­re Steu­er von den Betrei­bern von Beher­ber­gungs­be­trie­ben in drei Stu­fen von 1,50 Euro bis 4,00 Euro pro Nacht ent­spre­chend der Ein­stu­fung des Deut­schen Hotel­klas­si­fi­zie­rungs­sys­tems erho­ben, sofern die Gäs­te voll­jäh­rig sind und nicht beruf­lich bedingt über­nach­ten.

Nach Auf­fas­sung des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts ist die Erhe­bung der Bet­ten­steu­er auch als Pau­schal­ab­ga­be in drei Stu­fen zuläs­sig. Die Stadt Flens­burg war recht­lich nicht gehal­ten, Über­nach­tun­gen in Jugend­her­ber­gen von der Besteue­rung aus­zu­neh­men, zumal Kin­der und nicht voll­jäh­ri­ge Jugend­li­che von der Steu­er befreit sind. Daher hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt den Antrag des Jugend­her­bergs­be­trei­bers, die ent­spre­chen­de Sat­zung der Stadt Flens­burg für unwirk­sam zu erklä­ren, abge­lehnt.

Schles­wig-Hol­stei­ni­sches Ober­ver­wal­tungs­gricht, Urteil vom 6. Febru­ar 2014 – 4 KN 2/​13