Die frü­he­re Tätig­keit eines Rich­ters

Ein Ableh­nungs­ge­such, das ledig­lich Aus­füh­run­gen ent­hält, die zur Begrün­dung der Besorg­nis der Befan­gen­heit gänz­lich unge­eig­net sind, ist offen­sicht­lich unzu­läs­sig. Bei offen­sicht­li­cher Unzu­läs­sig­keit bedarf es kei­ner dienst­li­chen Stel­lung­nah­me des abge­lehn­ten Rich­ters; die­ser ist auch von der Ent­schei­dung über das offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Ableh­nungs­ge­such nicht aus­ge­schlos­sen [1].

Die frü­he­re Tätig­keit eines Rich­ters

Allein aus der frü­he­ren amt­li­chen Tätig­keit eines Rich­ters kann ein Ableh­nungs­grund nicht her­ge­lei­tet wer­den [2].

Das Glei­che gilt auch für die Mit­wir­kung an vor­he­ri­gen ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren zu ähn­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen [3].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 15. April 2020 – 2 BvC 30/​18

  1. vgl. BVerfGE 11, 1, 3; BVerfGK 8, 59, 60[]
  2. vgl. BVerfGE 43, 126, 128[]
  3. vgl. BVerfGE 133, 377, 405 f. Rn. 70 f.[]