Die Gegen­vor­stel­lung als unge­schrie­be­ner Rechts­be­helf

Die Gegen­vor­stel­lung ist als ein unge­schrie­be­ner Rechts­be­helf, auf­grund des­sen das Gericht sei­ne vor­an­ge­gan­ge­ne Ent­schei­dung in der Sache über­prüft und ggf. revi­diert, nur dann statt­haft, wenn das Gericht nach einer maß­ge­ben­den gesetz­li­chen Rege­lung zu einer Abän­de­rung sei­ner vor­an­ge­gan­ge­nen Ent­schei­dung über­haupt befugt ist.

Die Gegen­vor­stel­lung als unge­schrie­be­ner Rechts­be­helf

Ohne eine sol­che gesetz­li­che Grund­la­ge ist in Fäl­len gesetz­lich gere­gel­ter Bin­dun­gen des Gerichts an sei­ne eige­nen Ent­schei­dun­gen, wie sie sich ins­be­son­de­re aus der Rechts­kraft der Ent­schei­dung auch zu Guns­ten des ande­ren Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten erge­ben, ein unge­schrie­be­ner Rechts­be­helf, wie die Gegen­vor­stel­lung, von vor­ne­her­ein unstatt­haft.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 28. August 2009 – 4 ME 165/​09