Die Goe­the-Leucht­re­kla­me

Durch die von einer Leucht­re­kla­me aus­ge­hen­de Licht­ein­wir­kung auf das unmit­tel­bar gegen­über lie­gen­de Gebäu­de wer­den trotz eines gerin­gen Abstands zwi­schen der Leucht­re­kla­me und dem Gebäu­de des­sen nach­bar­li­che Belan­ge nicht unzu­mut­bar beein­träch­tigt, wenn der Betrieb auf tags­über bis 22:00 Uhr beschränkt wird.

Die Goe­the-Leucht­re­kla­me

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge des Mar­riott Hotels abge­wie­sen, das sich damit gegen die Anbrin­gung der Goe­the-Leucht­re­kla­me „Mein Leip­zig lob ich mir“ gewandt hat­te. Mit der Bau­ge­neh­mi­gung zur Errich­tung der „Höfe am Brühl“ ver­pflich­te­te die Stadt Leip­zig die Bei­ge­la­de­ne, die mfi Höfe am Brühl Leip­zig GmbH & Co. KG, die Leucht­re­kla­me mit dem Schrift­zug „Mein Leip­zig lob ich mir“ an dem Gebäu­de gegen­über dem Mar­riott Hotel anzu­brin­gen. Hier­ge­gen rich­tet sich deren Kla­ge gegen die Stadt Leip­zig. Begrün­det wird die Kla­ge mit der unzu­läs­si­gen Beein­träch­ti­gung durch die Licht­ein­wir­kung.

Nach einem Orts­ter­min und Anhö­rung eines sach­ver­stän­di­gen Zeu­gen ist das Ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig zu der Ent­schei­dung gelangt, dass jeden­falls bei einem Betrieb der Anla­ge tags­über nur bis 22:00 Uhr durch deren Licht­ein­wir­kung auf das Hotel trotz des gerin­gen Abstands zwi­schen der Leucht­re­kla­me und dem Gebäu­de des Hotels des­sen nach­bar­li­che Belan­ge nicht unzu­mut­bar beein­träch­tigt wer­den. Den Betrieb zur Nacht­zeit hat­te bereits die Stadt Leip­zig in der Bau­ge­neh­mi­gung unter­sagt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig, Urteil vom 2. Dezem­ber 2013 – 4 K 959/​1