Die Hüt­ten und Zel­te im Pro­test­camp

Die Zel­te, Hüt­ten und wei­te­re Ein­rich­tun­gen eines Pro­test­camps gel­ten als bau­li­che Anla­ge und bedür­fen einer Bau­ge­neh­mi­gung.

Die Hüt­ten und Zel­te im Pro­test­camp

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen in dem hier vor­lie­gen­den Fall des Pro­test­camps gegen den Tage­bau Ham­bach, das auf­grund einer bau­recht­li­chen Ver­fü­gung zu besei­ti­gen war. Der Eigen­tü­mer einer Wie­se im Außen­be­reich hat­te den gegen den Tage­bau Ham­bach Pro­tes­tie­ren­den seit Ende 2012 gestat­tet, ein aus Zel­ten, Hüt­ten, Bau­wa­gen und wei­te­ren Fahr­zeu­gen bestehen­des Pro­test­camp auf sei­nem Grund­stück zu unter­hal­ten. Der Kreis Düren erließ am 22. März 2013 eine bau­recht­li­che Ver­fü­gung, mit der dem Eigen­tü­mer der Wie­se auf­ge­ge­ben wur­de, die als Schwarz­bau­ten ein­ge­stuf­ten Unter­künf­te zu besei­ti­gen.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen sei­en die Zel­te, Hüt­ten und wei­te­ren Ein­rich­tun­gen auf dem Grund­stück bau­li­che Anla­gen, so dass es hier­für einer Bau­ge­neh­mi­gung bedurft hät­te. Selbst wenn eine Bau­ge­neh­mi­gung bean­tragt wor­den wäre, hät­te die­se nicht erteilt wer­den kön­nen. Das Grund­stück lie­ge im sog. Außen­be­reich, der grund­sätz­lich von Bau­ten frei zu hal­ten sei.

Das Anlie­gen der Camp­be­woh­ner, die wei­te­re Aus­deh­nung des Tage­baus Ham­bach zu ver­hin­dern, recht­fer­ti­ge kei­ne Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung. Schließ­lich habe der Kreis auch zu Recht den Eigen­tü­mer der Wie­se in Anspruch neh­men dür­fen. Die Camp­be­woh­ner wech­sel­ten häu­fig, so dass sie nur schwer zu ermit­teln gewe­sen wären.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Beschluss vom 3. Juli 2013 – 5 L 193/​13