Die Mit­glie­der des Prü­fungs­aus­schus­ses für Fahr­leh­rer

Sind die Mit­glie­der des Prü­fungs­aus­schus­ses für Fahr­leh­rer nicht ord­nungs­ge­mäß dazu beru­fen wor­den, eine zwei­te fahr­prak­ti­sche Wie­der­ho­lungs­prü­fung abzu­neh­men, so ist der Bescheid auf­zu­he­ben, durch den der Prü­fungs­aus­schuss die­se zwei­te Wie­der­ho­lungs­prü­fung als nicht bestan­den gewer­tet und fest­ge­stellt hat, dass damit die Fahr­leh­rer­prü­fung end­gül­tig nicht bestan­den ist.

Die Mit­glie­der des Prü­fungs­aus­schus­ses für Fahr­leh­rer

Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Grund­stz­be­ru­fung des Prü­fungs­aus­schus­ses für Fahr­leh­rer Lüne­burg zurück­ge­wie­sen und die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Lüne­burg damit bestä­tigt. Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat­te sein Urteil damit begrün­det, dass die Prü­fungs­ent­schei­dung nicht durch ord­nungs­ge­mäß beru­fe­ne Mit­glie­der des Aus­schus­ses getrof­fen wor­den sei. Dage­gen rich­te­te sich die zuge­las­se­ne Grund­satz­be­ru­fung des beklag­ten Prü­fungs­aus­schus­ses.

Nach Auf­fas­sung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts ist das Ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg im Ergeb­nis zu Recht davon aus­ge­gan­gen, dass die tätig gewor­de­nen Mit­glie­der des Prü­fungs­aus­schus­ses nicht ord­nungs­ge­mäß dazu beru­fen wor­den sind, die zwei­te fahr­prak­ti­sche Wie­der­ho­lungs­prü­fung der Klä­ge­rin abzu­neh­men. Denn gemäß § 2 Abs. 3 Halb­satz 3 der Prü­fungs­ord­nung für Fahr­leh­rer hat der Vor­sit­zen­de des Prü­fungs­aus­schus­ses zu bestim­men, wel­che Mit­glie­der des Prü­fungs­aus­schus­ses an einer sol­chen Prü­fung teil­zu­neh­men haben. Das ist im vor­lie­gen­den Fal­le nicht gesche­hen, weil der Aus­schuss­vor­sit­zen­de die­se Bestim­mung so weit­ge­hend der Geschäfts­stel­le des Prü­fungs­aus­schus­ses über­las­sen hat, dass sie nicht mehr als sei­ne eige­ne Ent­schei­dung hat ange­se­hen wer­den kön­nen.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 17. Janu­ar 2013