Die offen­sicht­lich sub­stanz­lo­se Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Die Ver­bin­dung einer offen­sicht­lich sub­stanz­lo­sen Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit einem Eil­an­trag kann die Auf­er­le­gung einer Miss­brauchs­ge­bühr recht­fer­ti­gen.

Die offen­sicht­lich sub­stanz­lo­se Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Die Auf­er­le­gung der Miss­brauchs­ge­bühr erfolgt auf der Grund­la­ge des § 34 Abs. 2 BVerfGG. Die erkenn­bar unzu­rei­chend begrün­de­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de, die mit dem for­mu­lar­mä­ßig gestell­ten Eil­an­trag zudem einen Bear­bei­tungs­vor­rang bean­sprucht, stellt einen Miss­brauch dar. Durch Ver­fah­ren die­ser Art wird das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gehin­dert, sei­ne Auf­ga­ben zu erfül­len, wodurch ande­ren Recht­su­chen­den der ihnen zukom­men­de Grund­rechts­schutz nur ver­zö­gert gewährt wer­den kann 1.

Im vor­lie­gen­den Fall kam hin­zu, dass dem Beschwer­de­füh­rer bereits mit Beschluss vom 08.10.2014 die Auf­er­le­gung einer Miss­brauchs­ge­bühr ange­droht wor­den war.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 15. Janu­ar 2015 – 1 BvR 3457/​14

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 25.05.2010 – 1 BvR 690/​10, 1 BvR 901/​10 5[]