Die offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Rich­terab­leh­nung

Ein Ableh­nungs­ge­such, das ledig­lich Aus­füh­run­gen ent­hält, die zur Begrün­dung der Besorg­nis der Befan­gen­heit gänz­lich unge­eig­net sind, ist unzu­läs­sig.

Die offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Rich­terab­leh­nung

Bei offen­sicht­li­cher Unzu­läs­sig­keit bedarf es kei­ner dienst­li­chen Stel­lung­nah­me des abge­lehn­ten Rich­ters; die­ser ist auch von der Ent­schei­dung über das offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Ableh­nungs­ge­such nicht aus­ge­schlos­sen 1.

Die blo­ße Mit­wir­kung an einer Ent­schei­dung in einem vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren des­sel­ben Beschwer­de­füh­rers kann die Besorg­nis der Befan­gen­heit eines Ver­fas­sungs­rich­ters im Sin­ne des § 19 BVerfGG offen­sicht­lich nicht begrün­den 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 22. Mai 2019 – 2 BvR 750/​19

  1. vgl. BVerfGE 11, 1, 3; BVerfGK 8, 59, 60[]
  2. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 03.07.2013 – 1 BvR 782/​12 7 und vom 22.04.2009 – 1 BvR 887/​09, Rn. 3[]