Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine gericht­li­che Ent­schei­dun­gen

In der Begrün­dung einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist der Sach­ver­halt, aus dem sich die Grund­rechts­ver­let­zung erge­ben soll, sub­stan­ti­iert und schlüs­sig dar­zu­le­gen. Fer­ner muss sich die Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit der ver­fas­sungs­recht­li­chen Beur­tei­lung des vor­ge­tra­ge­nen Sach­ver­halts und – soweit dies in die­sem Rah­men erfor­der­lich ist – mit dem zugrun­de­lie­gen­den ein­fa­chen Recht aus­ein­an­der­set­zen. Aus dem Vor­trag muss sich mit hin­rei­chen­der Deut­lich­keit die Mög­lich­keit einer Grund­rechts­ver­let­zung erge­ben [1].

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine gericht­li­che Ent­schei­dun­gen

Des­halb hat sich der Beschwer­de­füh­rer bei einer gegen eine gericht­li­che Ent­schei­dung gerich­te­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit die­ser inhalt­lich aus­ein­an­der­zu­set­zen [2].

Für eine hin­rei­chen­de Begrün­dung ist ein Vor­trag erfor­der­lich, der das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in die Lage ver­setzt, die ange­grif­fe­ne Ent­schei­dung ohne eige­ne wei­te­re Nach­for­schun­gen einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Über­prü­fung zu unter­zie­hen. Hier­zu sind die ange­grif­fe­nen Gerichts­ent­schei­dun­gen sowie die zu Grun­de lie­gen­den behörd­li­chen Maß­nah­men vor­zu­le­gen oder zumin­dest ihrem wesent­li­chen Inhalt nach in einer Wei­se wie­der­zu­ge­ben, die eine Beur­tei­lung erlaubt, ob die Ent­schei­dung mit dem Grund­ge­setz in Ein­klang steht [3].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 22. Janu­ar 2020 – 2 BvR 1807/​19

  1. vgl. BVerfGE 78, 320, 329; 108, 370, 386 f.[]
  2. vgl. BVerfGE 82, 43, 49; 86, 122, 127; 130, 1, 21[]
  3. vgl. BVerfGE 88, 40, 45; 93, 266, 288; 112, 304, 314 f.[]