Die for­mu­lar­mä­ßig erho­be­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine gesetz­li­che Neu­re­ge­lung

Die unmit­tel­bar gegen ein Gesetz gerich­te­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de, die im Wesent­li­chen auf einer im Inter­net ver­brei­te­ten "Vor­la­ge" beruht, ist unzu­läs­sig1.

Die for­mu­lar­mä­ßig erho­be­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine gesetz­li­che Neu­re­ge­lung

Nach dem Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät (§ 90 Abs. 2 BVerfGG) müs­sen vor Ein­le­gung einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de alle zur Ver­fü­gung ste­hen­den pro­zes­sua­len Mög­lich­kei­ten ergrif­fen wer­den, um eine Kor­rek­tur einer gel­tend gemach­ten Ver­fas­sungs­ver­let­zung zu erwir­ken oder eine sol­che zu ver­hin­dern, soweit dies zumut­bar ist2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 13. Janu­ar 2017 – 1 BvR 2860/​16

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 04.10.2016 – 1 BvR 1704/​16 []
  2. vgl. BVerfGE 123, 148, 172 f.; 134, 242, 285 Rn. 150; stRspr []