Die Vor­aus­set­zun­gen für nach­träg­li­che Schall­schutz­maß­nah­men

Einen nach­träg­li­chen Schall­schutz kön­nen Anwoh­ner einer Bahn­li­nie nur ver­lan­gen, wenn nach dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss eine erheb­li­che, unvor­her­ge­se­he­ne Ver­kehrs­zu­nah­me fest­ge­stellt wor­den ist, die eine Erhö­hung des Dau­er­schall­pe­gels um min­des­tens 2,1 d(b)A ver­ur­sacht.

Die Vor­aus­set­zun­gen für nach­träg­li­che Schall­schutz­maß­nah­men

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len den Anwoh­nern der seit 2006 wie­der in Betrieb genom­me­nen Anhal­ter Bahn in Lich­ter­fel­de Süd (S- und Fern­bahn) kei­ne nach­träg­li­che Anord­nung von Schall­schutz­maß­nah­men zuge­bil­ligt. Vor­aus­set­zung für einen nach­träg­li­chen Schall­schutz wäre die Fest­stel­lung einer nach dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss ein­ge­tre­te­ne, unvor­her­ge­se­he­ne Ver­kehrs­zu­nah­me, die eine Erhö­hung des Dau­er­schall­pe­gels um min­des­tens 2,1 d(b)A ver­ur­sacht, gewe­sen. Zwi­schen den Betei­lig­ten war u.a. strei­tig, von wel­chem Niveau aus die Zunah­me zu bemes­sen ist und ob der Zug­ver­kehr zum Zeit­punkt der Inbe­trieb­nah­me rich­tig ermit­telt wur­de.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin sei nach dem bis­he­ri­gen Vor­brin­gen der Klä­ger eine erheb­li­che Stei­ge­rung nicht gege­ben. Dar­über hin­aus hat sich das Ver­wal­tungs­ge­richt nicht ver­an­lasst gese­hen, von Amts wegen ein Schall­gut­ach­ten ein­zu­ho­len.

Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, Urtei­le vom 6. Febru­ar 2014 – VG 13 K 126.10, VG 13 K 127.10, VG 13 K 246.09 und VG 13 K 136.10