Die vor­zei­ti­ge Abbe­ru­fung einer Rek­to­rin

Die ehe­ma­li­ge Rek­to­rin der Hoch­schu­le Lud­wigs­burg ist recht­mä­ßig von ihrem Amt abbe­ru­fen wor­den.

Die vor­zei­ti­ge Abbe­ru­fung einer Rek­to­rin

So hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und damit gleich­zei­tig der Beru­fung des beklag­ten Lan­des und der bei­ge­la­de­nen Hoch­schu­le für Ver­wal­tung und Finan­zen Lud­wigs­burg gegen eine anders­lau­ten­de Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart vom 17. Mai 2018 statt­ge­ge­ben.

Am 13. Dezem­ber 2011 ist die Klä­ge­rin vom Hoch­schul­rat auf sechs Jah­re zur Rek­to­rin der Fach­hoch­schu­le für öffent­li­che Ver­wal­tung und Finan­zen Lud­wigs­burg (HöVF) gewählt wor­den. Mit Bescheid vom 26. Febru­ar 2015 teil­te das Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft, For­schung und Kunst Baden-Würt­tem­berg – unter Anord­nung der sofor­ti­gen Voll­zie­hung – der Klä­ge­rin die vor­zei­ti­ge Been­di­gung ihres Amtes als Rek­to­rin nach Her­stel­lung des Ein­ver­neh­mens nach § 18 Abs. 5 Satz 3 LHG mit. Gegen die­se Ent­schei­dung hat die Klä­ge­rin Kla­ge erho­ben, die vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart [1] Erfolg hat­te. Mit Urteil vom 17. Mai 2018 wur­de ihrer Kla­ge statt­ge­ge­ben und der Bescheid des Minis­te­ri­ums vom 26. Febru­ar 2015 auf­ge­ho­ben. Nach Mei­nung des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart sei das Abwahl­ver­fah­ren in meh­rer­lei Hin­sicht feh­ler­haft geführt wor­den. Damit war das Land Baden-Würt­tem­berg und die HöVF nicht ein­ver­stan­den. Mit ihren vom Ver­wal­tungs­ge­richt zuge­las­se­nen Beru­fun­gen haben sie sich gegen das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts gewandt.

Auf die münd­li­che Ver­hand­lung hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg ent­schie­den, dass die vor­zei­ti­ge Been­di­gung des Amtes der ehe­ma­li­gen Rek­to­rin der Hoch­schu­le für Ver­wal­tung und Finan­zen Lud­wigs­burg recht­mä­ßig war. Der Beru­fung des beklag­ten Lan­des und der bei­ge­la­de­nen Hoch­schu­le gegen die anders­lau­ten­de Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart ist damit statt­ge­ge­ben wor­den.

Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg, 17. Sep­tem­ber 2020 – 9 S 2092/​18

Die vorzeitige Abberufung einer Rektorin
  1. VG Stutt­gart, Urteil vom 17.05.2018 – 10 K 1524/​15[]