Dier erfolg­lo­se Asyl­an­trag – Kla­ge oder Wie­der­auf­nah­me­an­trag?

Einem Kla­ge­an­trag fehlt des­halb das Rechts­schutz­be­dürf­nis, weil der kla­gen­de Asyl­be­wer­ber auf die Mög­lich­keit eines Wie­der­auf­nah­me­an­tra­ges gemäß § 33 Abs. 5 Satz 2 AsylG als ein­fa­che­re und effek­ti­ve­re Mög­lich­keit zur Rea­li­sie­rung sei­nes Rechts­schutz­ziels ver­wie­sen wer­den könn­te.

Dier erfolg­lo­se Asyl­an­trag – Kla­ge oder Wie­der­auf­nah­me­an­trag?

Dem Asyl­be­wer­ber soll durch den Wie­der­auf­nah­me­an­trag gemäß § 33 Abs. 5 Satz 2 AsylG die Mög­lich­keit der Hei­lung eines ein­ma­li­gen Fehl­ver­hal­tens ein­ge­räumt wer­den; die erst­ma­li­ge Ein­stel­lung ent­fal­tet somit ledig­lich Warn­cha­rak­ter 1.

Der Wort­laut des § 33 Abs. 5 Satz 6 Nr. 2 AsylG legt indes nahe, dass die ers­te Wie­der­auf­nah­me­ent­schei­dung nach § 33 Abs. 5 Satz 2 AsylG ein spä­te­res erneu­tes Wie­der­auf­nah­me­be­geh­ren selbst dann sperrt, wenn die ers­te Ver­fah­rens­ein­stel­lung nach § 33 Abs. 5 Satz 1 AsylG recht­wid­rig gewe­sen ist.

Damit han­delt es sich bei dem Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren aber um kein gleich geeig­ne­tes, kei­ne ander­wei­ti­gen recht­li­chen Nach­tei­le mit sich brin­gen­des behörd­li­ches Ver­fah­ren, dass das Inter­es­se an gericht­li­chem Rechts­schutz ent­fal­len lässt 2.

Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver, Beschluss vom 25. Sep­tem­ber 2017 – 10 B 8095/​17

  1. vgl. BT-Drs. 18/​7538, S.17[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.07.2016 – 2 BvR 1385/​16[]