Ein Was­ser­wer­fer in pri­va­ter Hand

Eine Betriebs­er­laub­nis kann bei ehe­ma­li­gen Mili­tär- oder Poli­zei­fahr­zeu­gen kei­nem pri­va­ten Hal­ter erteilt wer­den.

Ein Was­ser­wer­fer in pri­va­ter Hand

Damit hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen nun ent­schie­den, dass ein alter Poli­zei-Was­ser­wer­fer nicht mehr am Stra­ßen­ver­kehr teil­neh­men darf. Der aus­ran­gier­te Was­ser­wer­fer wur­de 2010 auf Antrag eines von Ham­bur­gern in Aachen gegrün­de­ten Ver­eins vom Stra­ßen­ver­kehrs­amt der Städ­te­re­gi­on zum Stra­ßen­ver­kehr zuge­las­sen. Nach Pro­tes­ten der Poli­zei wur­de die­se Zulas­sung zurück­ge­nom­men. Das Ver­wal­tungs­ge­richt [1] hat­te im Okto­ber 2012 die Rück­nah­me aus for­ma­len Grün­den für rechts­wid­rig erklärt. Das Stra­ßen­ver­kehrs­amt erließ dar­auf­hin am 19. Okto­ber 2012 einen neu­en Bescheid, mit dem der Betrieb des Was­ser­wer­fers unter­sagt wur­de. Man wol­le ver­hin­dern, dass ein sol­ches Fahr­zeug miss­bräuch­lich im Rah­men von Demons­tra­tio­nen ver­wen­det wer­de.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen erging die Betriebs­un­ter­sa­gung zu Recht: Dem Fahr­zeug feh­le die erfor­der­li­che Betriebs­er­laub­nis. Die­se kön­ne bei ehe­ma­li­gen Mili­tär- oder Poli­zei­fahr­zeu­gen auch kei­nem pri­va­ten Hal­ter erteilt wer­den. Nach der StVZO dürf­ten sol­che Fahr­zeu­ge ohne Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung nicht auf Pri­va­te zuge­las­sen wer­den. Ein Aus­nah­me­fall lie­ge nicht vor.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Beschluss vom 14. Dezem­ber 2012 – 2 L 584/​12

  1. VG Aachen, Beschluss vom 02.10.2012 – 2 L 426/​12[]