Einmal ist schon zuviel für den Führerschein

Schon der ein­ma­li­ge Konsum von Betäubungsmitteln (mit Ausnahme von Cannabis) genügt nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Minden, um eine Fahrerlaubnis zu ent­zie­hen.

Einmal ist schon zuviel für den Führerschein

So ist der Eilantrag eines Fahrerlaubnisinhabers, der nach eige­nen Angaben nur ein ein­zi­ges Mal Heroin zu sich genom­men hat­te, ohne Erfolg geblie­ben. Dieser hat­te nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Minden zudem nicht nach­wei­sen kön­nen, seit dem Konsum der Droge hin­rei­chend lan­ge, näm­lich im Regelfall min­des­tens ein Jahr, absti­nent gelebt zu haben.

Ebenfalls erfolg­los blieb der Eilantrag eines Cannabiskonsumenten, der gele­gent­lich Cannabis zu sich genom­men hat­te und unter Einfluss die­ser Droge Auto gefah­ren war. Das Verwaltungsgericht Minden ent­schied auch hier, dass es inso­weit ohne Bedeutung sei, dass der Antragsteller Cannabis nicht regel­mä­ßig kon­su­miert habe und erklär­te wegen des mehr­fa­chen Konsums von Cannabis die Entziehung der Fahrerlaubnis eben­falls für recht­mä­ßig.

Ohne Relevanz war in die­sen Fällen, ob die Drogenkonsumenten eine deut­sche Fahrerlaubnis oder eine Fahrerlaubnis eines ande­ren EU-Mitgliedstaates besa­ßen.

Verwaltungsgericht Minden, Beschluss vom 12. Mai 2010 – 2 L 103/​10
Verwaltungsgericht Minden, Beschluss vom 27. Mai 2010 – 2 L 215/​10