Einst­wei­li­ge Anord­nung durch das BVerfG – und der Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät

Der Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät erfor­dert, dass ein Beschwer­de­füh­rer über das Gebot der Rechts­weg­er­schöp­fung hin­aus alle ihm nach Lage der Sache zur Ver­fü­gung ste­hen­den pro­zes­sua­len Mög­lich­kei­ten ergreift, um den zur vor­läu­fi­gen Abwehr der gel­tend gemach­ten Grund­rechts­ver­let­zung erstreb­ten Eil­rechts­schutz zu erlan­gen 1.

Einst­wei­li­ge Anord­nung durch das BVerfG – und der Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät

Dies ist im hier vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall nicht gesche­hen: Die Beschwer­de­füh­rer haben beim Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Anhö­rungs­rü­ge gegen die letzt­in­stanz­li­che fach­ge­richt­li­che Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che erho­ben, über die noch nicht ent­schie­den ist. Die­se kann gemäß § 152a Abs. 6 in Ver­bin­dung mit § 149 Abs. 1 Satz 2 VwGO mit einem Antrag auf Anord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung ver­bun­den wer­den. Einen sol­chen Antrag haben die Beschwer­de­füh­rer offen­bar nicht gestellt.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 2 BvR 991/​18

  1. vgl. BVerfGE 68, 368, 389; 74, 102, 113; 104, 65, 70; 107, 395, 414; 112, 50, 60[]