Einst­wei­li­ge Anord­nun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – und die Erfolgs­aus­sich­ten in der Haupt­sa­che

Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Streit­fall einen Zustand durch eine einst­wei­li­ge Anord­nung vor­läu­fig regeln, wenn dies zur Abwehr schwe­rer Nach­tei­le, zur Ver­hin­de­rung dro­hen­der Gewalt oder aus einem ande­ren wich­ti­gen Grund zum gemei­nen Wohl drin­gend gebo­ten ist.

Einst­wei­li­ge Anord­nun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – und die Erfolgs­aus­sich­ten in der Haupt­sa­che

Bei der Prü­fung, ob die Vor­aus­set­zun­gen des § 32 Abs. 1 BVerfGG vor­lie­gen, sind die Erfolgs­aus­sich­ten der von dem Antrag­stel­ler in der Haupt­sa­che zu erhe­ben­den Ver­fas­sungs­be­schwer­de inso­weit rele­vant, als dem Eil­rechts­schutz­be­geh­ren nach § 32 Abs. 1 BVerfGG nicht ent­spro­chen wer­den kann, wenn die­se Ver­fas­sungs­be­schwer­de unzu­läs­sig oder offen­sicht­lich unbe­grün­det wäre. Maß­ge­bend für die Beur­tei­lung ist der Ver­fah­rens­stand im Zeit­punkt der Ent­schei­dung 1.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 18. Sep­tem­ber 2018 – 1 BvQ 70/​18

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.02.2016 – 1 BvQ 8/​16 3