Ent­lau­fe­ne Ponys

Ist ein Poli­zei­ein­satz wegen ent­lau­fen­der Tie­re zur effek­ti­ven Gefah­ren­ab­wehr erfor­der­lich gewe­sen, so ist die Gebüh­ren­her­an­zie­hung des Tier­hal­ters recht­mä­ßig. Die maß­geb­li­chen Vor­schrif­ten des Poli­zei­rech­tes erfor­der­ten kein schuld­haf­tes Ver­hal­ten des Ver­ant­wort­li­chen.

Ent­lau­fe­ne Ponys

So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Pony­hal­ters, dem die Kos­ten für einen Poli­zei­ein­satz wegen sei­ner ent­lau­fe­nen Tie­re in Rech­nung gestellt wor­den sind. Die Ponys waren nach der Zer­stö­rung ihrer Ein­frie­dung durch einen her­ab­fal­len­den Ast ent­lau­fen. Nach­dem ein PKW-Fah­rer der Poli­zei mit­teil­te, dass im Bereich der B 51 Ponys umher­lie­fen, benach­rich­tig­te die­se den Hal­ter und begab sich vor Ort. Die Tie­re wur­den mit dem Strei­fen­wa­gen zum Fahr­zeug des Klä­gers getrie­ben, wo die­ser die Tie­re dann ver­la­den konn­te. Das beklag­te Land for­der­te sodann vom Klä­ger Kos­ten in Höhe von 208,94 €.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier sei der Ein­satz trotz Benach­rich­ti­gung des Klä­gers erfor­der­lich gewe­sen, da nur so eine effek­ti­ve Gefah­ren­ab­wehr im Bereich einer stark befah­re­nen und gefähr­li­chen Stra­ße zu gewähr­leis­ten gewe­sen sei. Der Klä­ger sei als Hal­ter und Eigen­tü­mer der Tie­re auch ver­ant­wort­lich, auch wenn die Ein­frie­dung der Tie­re durch ein Natur­er­eig­nis zer­stört wor­den sei. Die maß­geb­li­chen Vor­schrif­ten des Poli­zei­rech­tes erfor­der­ten kein schuld­haf­tes Ver­hal­ten des Ver­ant­wort­li­chen. Im Übri­gen sei die Her­an­zie­hung auch nicht unver­hält­nis­mä­ßig.

Ver­wal­tungs­ge­richt Trier, Urteil vom 26. Juni 2012 – 1 K 387/​12.TR