Ermes­sens­aus­wei­sung von Min­der­jäh­ri­gen

Nach Erle­di­gung der Aus­wei­sung besteht ein Fort­set­zungs­fest­stel­lungs­in­ter­es­se, wenn dem Aus­län­der in der Aus­wei­sungs­ver­fü­gung vor­ge­wor­fen wur­de, eine Gefahr für die öffent­li­che Sicher­heit dar­zu­stel­len, bzw. wenn die Gefahr besteht, dass die Aus­wei­sung bei spä­te­ren Behör­den­ent­schei­dun­gen zu sei­nen Las­ten berück­sich­tigt wer­den könn­te.

Ermes­sens­aus­wei­sung von Min­der­jäh­ri­gen

Bei der Aus­wei­sung von unbe­glei­te­ten Min­der­jäh­ri­gen wegen der ille­ga­len Ein­rei­se müs­sen die Min­der­jäh­rig­keit, die Grün­de und Umstän­de der Ein­rei­se sowie die Erfor­der­lich­keit der Aus­wei­sung in den Ermes­sens­er­wä­gun­gen kon­kret und ein­zel­fall­be­zo­ge­nen berück­sich­tigt wer­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Olden­burg, Urteil vom 11. Janu­ar 2012 – 11 A 90/​11