Erschöp­fen­de Sach­ver­halts­auf­klä­rung – und der feh­len­de Beweis­an­trag

Ein Ver­wal­tungs­ge­richt ver­letzt sei­ne Pflicht zur erschöp­fen­den Sach­ver­halts­auf­klä­rung gemäß § 86 Abs. 1 VwGO grund­sätz­lich dann nicht, wenn es von einer sich nicht auf­drän­gen­den Beweis­erhe­bung absieht, die ein anwalt­lich ver­tre­te­ner Betei­lig­ter nicht aus­drück­lich bean­tragt hat [1].

Erschöp­fen­de Sach­ver­halts­auf­klä­rung – und der feh­len­de Beweis­an­trag

Im übri­gen ist ei der Prü­fung, ob dem Beru­fungs­ge­richt ein Ver­fah­rens­feh­ler unter­lau­fen ist, von des­sen mate­ri­ell­recht­li­cher Rechts­auf­fas­sung aus­zu­ge­hen, auch wenn die­se ver­fehlt sein soll­te [2].

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 25. August 2015 – 1 B 402015 -

  1. BVerwG, Beschluss vom 02.11.1978 – 3 B 6.78, Buch­holz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 116[]
  2. BVerwG, Urteil vom 09.12 2010 – 10 C 13.09, BVerw­GE 138, 289 Rn. 17 m.w.N.; stRspr[]