Erwäh­nung in Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Die Kla­ge der Par­tei "Bür­ger­be­we­gung pro Nord­rhein-West­fa­len" ("pro NRW") gegen die Erwäh­nung in den Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­ten 2008 ist vom Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf abge­wie­sen wor­den. Das Gericht ist der Auf­fas­sung, soweit die­se Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­te in Bezug auf die Klä­ge­rin über die Ein­schät­zung des blo­ßen Ver­dachts der Ver­fas­sungs­feind­lich­keit hin­aus­ge­hen, recht­fer­tigt die Fak­ten­la­ge die­se Bewer­tung. Ins­be­son­de­re Par­tei­pro­gramm und Öffent­lich­keits­ar­beit der Klä­ge­rin sowie ihrer Funk­tio­nä­re las­sen erken­nen, dass die Klä­ge­rin Min­der­hei­ten und nament­lich Aus­län­der, Migran­ten und Mus­li­me in men­schen­rechts­wid­ri­ger Wei­se her­ab­setzt und aus­grenzt, mit dem Ziel, gesell­schaft­li­che Ver­hält­nis­se her­bei­zu­füh­ren, in denen die Men­schen­wür­de die­ser Min­der­hei­ten nicht geach­tet wird.

Erwäh­nung in Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Gegen das Urteil ist Antrag auf Zulas­sung der Beru­fung beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len in Müns­ter mög­lich.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 15. Febru­ar 2011 – Akten­zei­chen: 22 K 404/​09