Fami­li­en­nach­zug zu aner­kann­ten Flücht­lin­gen

Nach § 29 Abs. 2 Satz 2 des Auf­ent­halts­ge­set­zes ist von den Erfor­der­nis­sen der Lebens­un­ter­halts­si­che­rung und aus­rei­chen­den Wohn­raums abzu­se­hen, wenn der Vis­ums­an­trag der Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen inner­halb von drei Mona­ten nach unan­fecht­ba­rer Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft (oder unan­fecht­ba­rer Aner­ken­nung als Asyl­be­rech­tig­ter) gestellt wird.

Fami­li­en­nach­zug zu aner­kann­ten Flücht­lin­gen

Wird die Flücht­lings­ei­gen­schaft erst auf­grund eines ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Urteils zuer­kannt, mit dem das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge dazu ver­pflich­tet wor­den, die Zuer­ken­nung zu ertei­len, so läuft die Drei­mo­nats­frist nicht mit Rechts­kraft des Ver­pflich­tungs­ur­teils an, son­dern erst mit der spä­te­ren Bekannt­ga­be des Zuer­ken­nungs­be­scheids durch das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin -Bran­den­burg, Urteil vom 27. Febru­ar 2015 – Ober­ver­wal­tungs­ge­richt 7 B 29.2014 -