Fami­li­en­tren­nun­gen bei Spät­aus­sied­lern

Die Bun­des­re­gie­rung hat ges­tern den vom Bun­des­mi­nis­ter des Innern vor­ge­leg­ten Ent­wurf eines Neun­ten Geset­zes zur Ände­rung des Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­set­zes in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Mit dem Gesetz soll eine Här­te­fall­re­ge­lung im Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz geschaf­fen wer­den, um unver­tret­ba­re Fami­li­en­tren­nun­gen bei Spät­aus­sied­lern zu ver­mei­den.

Fami­li­en­tren­nun­gen bei Spät­aus­sied­lern

In der Ver­gan­gen­heit hat­te die Aus­sied­lung nach Deutsch­land für Spät­aus­sied­ler wie­der­holt zu Fäl­len einer Tren­nung von zurück­blei­ben­den Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen geführt, wenn sich die­se zunächst ent­schie­den, im Aus­sied­lungs­ge­biet zu ver­blei­ben. Es fehl­te im Bun­des­ver­trie­be­nen­recht bis­her eine Rege­lung, die es dem Ehe­gat­ten oder Abkömm­ling eines Spät­aus­sied­lers ermög­lich­te, bei Vor­lie­gen eines Här­te­fal­les auch nach­träg­lich ins Bun­des­ge­biet aus­zu­sie­deln. Nach der nun­mehr vor­ge­se­he­nen Neu­re­ge­lung im Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz soll es künf­tig im Här­te­fall mög­lich swin, den Ehe­gat­ten oder Abkömm­ling in den Auf­nah­me­be­scheid eines Spät­aus­sied­lers nach­träg­lich ein­zu­be­zie­hen. Dies gilt in Fäl­len, in denen der Spät­aus­sied­ler bereits in Deutsch­land sei­nen stän­di­gen Auf­ent­halt hat und der bis­her im Aus­sied­lungs­ge­biet ver­blie­be­ne Ehe­gat­te oder Abkömm­ling die sons­ti­gen Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen nach dem Bun­des­ver­trie­be­nen­recht erfüllt.